Schimmelpilze und Bakterien

Schimmelpilze und Bakterien - die Belastung unserer Gebäude mit diesen gefährlichen Auslöser von Bauschäden und Erkrankungen nimmt immer mehr zu.

Durch die fortschreitenden Erkenntnisse über die Bedeutung der Luftqualität an Arbeitsplätzen, in Schulen und Kindertagesstätten sowie im privaten Wohnbereich werden die mikrobiologische Probleme immer mehr thematisiert.

Schimmelpilze und gesundheitlichen Beeinträchtigungen bringt man heutzutage schnell in einen Zusammenhang. Das aber nicht nur die Schimmelpilze sondern auch Bakterien gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Raumnutzer auslösen können ist nicht so bekannt. Bei einer Auswertung von 2500 Analysen aus ,,Problem-Gebäuden" mit erhöhten Vorkommen von Mikroorganismen dominierten zumeist aber starke bakterielle Angriffe in 75% der Fälle. Jede vierte Probe war mit der Bakterie Streptomyces belastet, die (neben zahlreichen anderen Stoffen) das charakteristisch nach Kartoffelkeller riechende Geosmin erzeugt. Bei einer Untersuchung an 900 Probanden mit der Aufforderung, den Geruch von Geosmin zu beschreiben, äusserten 90% der Befragten: ,,typischer Schimmelgeruch"! Diese Fehleinstufung einer bakteriellen Belastung als vermutetes Wachstum von Pilzen erklärt, warum sich bisher die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Raumnutzer nicht mit den angeforderten “Untersuchungen auf Schimmelpilze" in Labors in Übereinstimmung bringen ließen: Die krankmachenden Mikroorganismen waren Bakterien, die mit Nachweismethoden für Pilze nicht zu finden sind !

Deshalb ist heute mehr denn je der Fachmann gefordert, der mit den Lebensbedingungen und den vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten dieser Mikroorganismen ebenso vertraut ist, wie mit den baulichen Ursachen für einen Schimmelpilzbefall. Schäden müssen zügig erkannt, eingeordnet und beseitigt werden.

 

Die wichtigsten Ursachen für Schimmel- und Bakterienbefall

Bei solchen Verhältnissen und im Zusammenhang mit Wärme wird das übermäßige Wachsen von Mikroorganismen gefördert. Dabei werden chemische Substanzen freigesetzt, die oft einen üblen Geruch,
den Schimmelpilzgeruch verursachen. Weitere Schäden und Nachwirkungen sind z.B. Fäule, sichtbarer und unsichtbarer mikrobieller Bewuchs, chemische Reaktionen des Baumaterials, Verfärbungen und rein mechanische Bauschäden.

Am häufigsten sind für umweltbedingte Beschwerden Mikroorganismen verantwortlich, die in vielen Fällen über Jahre hinweg unsichtbar bleiben und nicht entdeckt werden.

Es handelt sich also um sichtbare und unsichtbare Mikropilze und Bakterien, die auf verschiedenen
Nährböden wachsen können sobald entsprechende Bedingungen vorliegen. Die wichtigste Bedingung
ist das Vorliegen von dauerhafter Feuchtigkeit. Abhängig von der Stärke der Feuchtigkeit und der vorherrschenden Temperatur wachsen unterschiedliche Mikroorganismen.

Die Wirkung der Mikroorganismen erfolgt sowohl über die abgegebenen Sporen und Keime wie auch
über deren Stoffwechselprodukte. So sind massive Beschwerden auch dann festzustellen, wenn kaum
Sporen und Keime in der Raumluft nachzuweisen sind, z.B. bei einem vollständig versteckten mikrobiellen Schaden wie unter Fußbodenfliesen oder hinter Wandverkleidungen. Dass eine Raumluftbelastung durch
die gasförmigen Emissionen der Mikroorganismen (MVOC) auch in diesen Fällen vorliegt, kann manchmal geruchlich wahrgenommen werden (muffiger oder säuerlicher Geruch) und auch meßtechnisch nachgewiesen werden.


Die hauptsächlichen Beschwerden sind

Sehr häufig ist zu beobachten, daß alle Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung betroffen sind,
obwohl nur an einer Stelle im Keller oder in einem Wohnraum ein massiver mikrobieller Schaden vorliegt.

Nach Sanierung des Schadens ist in sehr kurzer Zeit eine deutliche Besserung der Beschwerden festzustellen.

Luftmessungen auf Sporen und Keime sind nur dann aussagekräftig, wenn starke Luftbewegungen sowie
offenes mikrobielles Wachstum vorliegt, wie z.B. bei der Untersuchung von Klimaanlagen oder im Bereich von Arbeitsplätzen (z.B. Abfall-Sortierkabinen etc.). Als sehr effektiv und erfolgreich hat es sich erwiesen, zur Lokalisierung versteckter mikrobieller Schäden, einen Spürhund einzusetzen, der die Arbeit der Fachleute unterstützt.

Achtung: Schimmelpilze können auch durch verkeimte Klimaanlagen in hoher Konzentration auftreten.

 

Einsatz des Schimmelspürhundes "Oskar"

Das es für Hunde eine Leichtigkeit ist 'verstecktes' zu riechen wird durch den erfolgreichen Einsatz von Drogenhunden, Sprengstoffhunden oder auch Minenhunden jeden Tag erneut bewiesen. Speziell ausgebildete Spürhunde suchen und finden zuverlässig. Diese Fähigkeiten hat man sich seit längerer Zeit auch zum Finden von versteckten Schimmelpilzbefall zu Nutzen gemacht. Schimmelspürhunde werden in Schweden bereits seit ca. 20 Jahren eingesetzt, in Deutschland ist diese Methode jedoch noch relativ unbekannt.

Ein speziell ausgebildeter Labrador namens "Oskar" erschnüffelt für uns versteckten Schimmelpilzbefall (bekannt aus Stern-TV und anderen Fernsehsendungen)

Oskar, der Schimmelspürhund

 

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