Asbest und künstliche Mineralfasern
Hauptquellen und Eigenschaften
Asbest und Künstliche Mineralfasern (KMF) bzw. deren Produkte wurden/werden überwiegend zur Wärme- und
Schalldämmung eingesetzt. Sie sind z.T. aus Glasrohstoffen oder Gesteinen unter Verwendung von Altglas hergestellt, Schlackenwolle aus Schlacken der Stahl- und Buntmetalle. Keramikwolle wird
überwiegend zur thermischen Isolierung in der Großindustrie und in Haushaltsgeräten eingesetzt und enthält beispielsweise Aluminiumoxid oder Siliziumdioxid.
Die in den o.g. Materialien enthaltenen Fasern haben überwiegend eine mittlere Länge von einigen Zentimetern und einen mittleren Durchmesser von 3- 5 µm (Mikrometer). Beim Konfektionieren und
Verarbeiten entstehen allerdings auch kürzere Faserbruchstücke.
Krankheitserscheinungen
Bei der Verarbeitung können Hautreizungen auftreten. Hierfür sind größere Fasern mit einem Durchmesser von mehr als 5 Mikrometer verantwortlich, die sich in der Haut festhaken und neben dem Juckreiz evtl. auch zu Entzündungen führen können. Auch allergische Reaktionen sind aufgrund der genannten Zusatzstoffe (z.B. Kunstharze) möglich. Bei intensiven Belastungen mit Staub aus den o.g. Dämmstoffen können Reizungen der Augen und der oberen Atemwege auftreten. Es können auch Fasern frei werden, die lungengängig und dann evtl. krebsauslösend sind (wie Asbestfasern). Aufgrund von Tierversuchen wurden die häufigsten KMF mit "begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential" eingestuft.
